Gedichte und Mehr, Portfolio
Schreibe einen Kommentar

Soul Seeker

Phantastische Reise, Spinnerei oder einfach nur die Realität, das ist hier die Frage.

Jeder der mich kennt weiß, das ich hinter meinen Bildern irgend welche Geschichten sehe und Dinge hinein interpretiere die zum Nachdenken anregen. Es ist natürlich kein Muss, lediglich eine kleine Richtungsvorgabe meinerseits, jeder kann selbst entscheiden was er sehen möchte.
Auch bei diesem trockenen Etwas sehe ich nicht etwa das simple Blatt, das auf Grund der Schwerkraft seinen Weg in die tiefe gefunden hat, nein ich sehe mehr.
Es ist für mich ein „Seelen-Sucher“, der durch seine ungewöhnliche Form jede menge Platz für die unterschiedlichsten Seelen und ihre Geschichten bietet. Ich habe mal hinter seine Fassade geschaut und war zu tiefst gerührt, als eine von ihnen das unbändige Bedürfnis verspürte mir ihre Geschichte zu erzählen, also nahm ich Platz und lauschte ihr voller Spannung.

***

Ich bin auf einer Reise dessen Ausgang ich nicht kenne. Es macht mir Angst nicht zu wissen wohin sie geht. Überall um mich herum sind Fremde, die auf mich einreden und mir immer wieder sagen alles wird gut. Aber was wird wieder gut ? Niemand nimmt sich die Zeit mir meine Fragen zu beantworten von denen es doch so viele gibt. Zeit ist ein Fremdwort für sie. Diese Fremden sind ebenso rastlos wie ich, aber verstehen tun sie mich trotz allem nicht. Wenn ich frage wo bin ich hier und was soll ich hier, drehen sie sich um und gehen einfach. Ich bin auf der Suche, auf der Suche nach mir selbst. Ich habe vergessen wo ich bin und was ich hier mache. Ich erinnere mich nicht an Dinge die gerade passiert oder gesagt worden sind sondern nur an Bruchstücke aus meiner Vergangenheit. Wieso ist das so? Warum sind diese „Fremden“ da, wenn sie mir nur bedingt helfen wollen? Einige von ihnen versuchen sich die Zeit für mich zu nehmen und beantworten einige meiner Fragen. Andere sind abweisend sogar genervt von mir. Bin ich verrückt? Ich fühle mich allein, ungeliebt und unverstanden. Oft kommt mir der Gedanke das diese „Fremden“ noch mehr dazu tun damit ich vergesse. Ich darf nicht frei sein, nicht an Orte zurückkehren in der ich in der Vergangenheit geborgen war. Sie sagen mir, diesen Ort gibt es nicht mehr weil ich ihn aufgegeben habe. Man gibt Orte der Geborgenheit und Sicherheit doch nicht einfach auf! Was erzählen sie mir da? Sind sie selbst schon auf der Reise frage ich mich oft. Ich bin gefangen an diesem Ort den sie mein Zuhause nennen. Es gibt dort andere Seelen die fühlen wie ich und die wirres Zeug schreien. Ich kenne sie nicht und sie sich selbst wohl auch nicht.Ich mag diese „Fremden“ nicht weil ich das Gefühl habe sie tun mir nicht gut weil sie mich belügen und mich nur “ ruhig“ wollen. Da kommt dann die Frage auf „Womit stellen sie mich ruhig“? Wo sind die Menschen aus meiner Vergangenheit die ich kenne und bei denen ich mich geliebt und geborgen gefühlt habe? Sie sind nicht da, einfach gegangen, nur wohin? Warum helfen sie mir nicht und wieso holen sie mich nicht aus diesem „Gefängnis“ heraus? Fragen über Fragen mit denen ich völlig allein bin. Ich frage euch “ Fremde“ will ich allein sein in dieser „Welt“? Wieso hilft mir niemand das „vergessen“ zu verstehen? Ich stehe vor einer dunklen unüberwindbaren schwarzen Wand. Eine menschliche Seele auf der Suche nach dem gestrigen Tag.

***

Ich denke diese Seele ist auch heute noch auf der Suche. Sie hat mir aufgezeigt wie oberflächlich wir doch oft sind. Mich hat es zu nachdenken und zum überdenken vieler Dinge gebracht.

Ich möchte mich auf Reisen begeben ja, aber nicht auf eine Reise des Vergessens. Es kann jeden von uns treffen. Ich möchte mit dieser Geschichte zum Nachdenken anregen, wie immer. Nicht jedes vergessen ist auch immer positiv.

 

Vergessen

Wo ich herkam
Hab ich vergessen

Wer meine Freunde waren
Hab ich vergessen

Wer meine Familie war
Hab ich vergessen

Was meine Ziele waren
Hab ich vergessen

Ich lebe im Hier und Jetzt
und weiß nicht wieso

Es kommt die Zeit des Erwachens
und ich werde sie wieder vergessen

aber das wichtigste in diesem Leben ist,
das mich die anderen nicht
vergessen

©-VEB-

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.