[Gedanken]welt, Portfolio
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Ways of life

Ich habe auf einer meiner früheren Fotoexpeditionen wieder mal eine sehr coole Pflanze entdeckt, die mich durch ihre optische Erscheinung sehr stark an mein eigenes Leben erinnert hat. Beim genaueren betrachten der Jungfer im Grünen (Nigella damascena), die im Übrigen eine einjährige Pflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) ist, fielen mir die zarten Verzweigungen auf, die sich wie kleine Lebenswege, um die Samenkapsel herum befanden.
Wenn ich das Ganze jetzt mal auf mein Leben und die Liebe beziehe, ist die Samenkapsel das Zentrum der Liebe und die Erfüllung überhaupt, sie ist quasi das Paradies, das uns antreibt, um irgendwann dort anzukommen. Um dort hin zu gelangen muss man erst einmal einen Weg einschlagen, der damit beginnt jemanden kennenzulernen, der bereit ist, mit dir zu gehen. Natürlich gab es Menschen, die über Jahre hinweg, mit mir einen Weg bestritten haben, sich aber aus irgendwelchen Gründen verirrt haben, vielleicht hätte ich da etwas besser aufpassen müssen, aber verloren ist verloren, es endet immer in einer Sackgasse, die in diesem Moment sehr ausweglos erscheint. Egal wie schwer es auch ist, Trübsal blasen hilft da nicht weiter, man muss die Kurve kriegen und sich wieder aufmachen, um in eine andere Richtung abzubiegen und wenn es auch eine Strecke alleine ist, der Weg war an diesem Punkt zu Ende, aber nicht das Leben.
Wie schon gesagt, Wege gibt es viele, der eine steinig wie ein Acker im Gebirge, der andere leicht und friedlich, wie eine blühende Sommerwiese, aber wir geben niemals auf den richtigen zu suchen, um am Ende das Paradies zu finden.

Ich hoffe, ihr konntet meinen wirren Gedankenwegen wenigstens etwas folgen und wenn nicht, ist auch nicht schlimm, willkommen in meiner Welt.

 

***
Welchen Weg wir im Leben
auch immer einschlagen
liegt in unserer Hand,
doch einen Einfluss
auf das
was uns dort begegnet
haben wir nicht

©VEB

4 Kommentare

  1. Also erst einmal auch ich freue mich, wieder Deine Bilder zu sehen und Deine Worte zu lesen. Nach wie vor beeindruckt mich beides. Du drückst Deine Gedanken bestens aus und ich schaue darauf schon etwas, man könnte sagen „altersweise“ 😉 Vieles habe ich zwischenzeitlich abgehakt und meine Perspektive ist eine andere. Mich erfasst bei vielen Dingen eine Gelassenheit und das Wissen fast nur noch das machen zu wollen und zu müssen, was mir nützlich ist und mein Wohlbefinden fördert, das ist nicht egoistisch gemeint, auch meinem Umfeld soll es gut gehen, damit es mir gut geht;-)
    Meine Verzweigungen sehe ich trotzdem noch vor mir und ja was uns dort begegnet, das wissen wir nicht. Aber ich muss mich nicht mehr beweisen und bin gelassen, egal was da kommt. Es kann nur gut werden 😉
    Meine Macro Augen fasziniert diese Pflanze aber auch immer und Du hast sie wieder großartig in Szene gesetzt.
    Ganz liebe Grüße

    • Hi Frau Doktor,
      ich freue mich das du den Weg zu mir gefunden hast. Ja, ab einem gewissen Alter sieht man vieles gelassener, was definitiv mit der Lebenserfahrung zusammen hängt, denn man kann aus dem Schatz der Erfahrung schöpfen und weiß, was bei manchen Ereignissen folgt. Früher war ich auch der Meinung, dass in gewissen Lebenssituationen die ganze Welt zusammen bricht, aber heute weiß ich, dass es meistens nur die eigene, kleine ist, die man selbst um sich herum aufgebaut hat. Ich sehe mittlerweile in allem negativen, was um mich herum geschieht, etwas Positives, weil ich mir immer vor Augen halte, das alles seinen Grund hat und für irgend etwas gut sein muss.
      Danke fürs reinschauen und deine lieben Worte.

      LG Appel

  2. Uli Wamers sagt

    Text und Bild bringen es für mich auf den Punkt. Werde ihn bestimmt noch ein paar Mal lesen, weil Du es irgendwie schaffst, meine Gedanken/Gefühle (z.Zt. jedenfalls) klarer /verständlicher für mich werden zu lassen. Uiii, was ein Satzbau 😉 Dinge Welt jefällt m’r (das ist Kölsch 😉 )

    • Moin Uli,
      es freut mich sehr, das du den Weg auf meine Seite gefunden hast, danke dafür.
      Die Worte zu meinen Bildern sind zum teil nur Spiegelungen meines Lebens. Was mich immer wieder erstaunt ist, das es so viele Menschen gibt, die gleiches oder ähnliches wie ich erlebt haben, sie sind so unterschiedlich in ihrer Persönlichkeit, aber sie haben alle die gleichen Sorgen oder Ängste. Ich bin kein Lebensberater, ich bin lediglich jemand, der seine Gedankenwelt auf einer kleinen Internetseite in Bild und Wort sichtbar macht, wenn sich dann noch jemand darin wiederfindet, freut es mich um so mehr, weil es mir zeigt, das ich nicht allein bin.

      LG Appel

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