Alle Artikel mit dem Schlagwort: Macro

Hanging by a Thread

***Das Leben hängt an einem seidenen Faden*** Nichts ist für ewig Leben kommt und geht Es kommt der Punkt an dem die Kälte einzieht und der Sand der Zeit sich dem Ende neigt Wir haben so viel erlebt Das Herz gefüllt mit Erinnerungen an Liebe, Leid und Fröhlichkeit Sprachlosigkeit macht sich breit und überrollt uns wie die Brandung an einer steinigen Küste Wir klammern uns wie Muscheln an einem Felsen das Leben hängt an einem seidenen Faden Die Kraft wird uns irgendwann verlassen es ist keine Frage wir werden davon gespült, davon gespült von der dunklen Flut in die Ewigkeit des unendlichen Meeres. ©*VEB*

House of Lost Souls

In der Pflanzenwelt ist jedes Ende ein neuer Anfang und hinter jedem Anfang wartet ein neues Abenteuer. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wo dieses Abenteuer beginnt? Bei dieser Samenkapsel der Mohnblume gehe ich natürlich von einem Samenkorn aus, wobei man über dieses Thema wohl ins unendliche philosophieren könnte. Ich betrachte die kleinen Samen einfach mal als Seelen der Natur, geboren im Schutz eines filigran strukturierten Hauses, die irgendwann ihre Reise in eine ungewisse Zukunft antreten. Jede einzelne von ihnen wird den Naturgewalten trotzen müssen. Einige werden wohl wie Fallschirmspringer mit dem Wind dahingleiten, andere mit einem Bachlauf tanzend auf dessen Wellen in ferne Welten gepült werden, aber eines ist gewiss, sie werden am Ende ihren Bestimmungsort erreichen um dort zu neuen Leben in Form einer farbenprächtigen Schönheit wiedergeboren zu werden. Bei meinem Bild sind die Seelen leider schon ausgeflogen, ich hatte dennoch das Glück eines ihrer filigran verzierten Häuschen zu finden und für euch in Szene zu setzen.    

Enjoy The Silence

Manchmal gibt es Tage im Leben an denen möchte man sich am liebsten eingraben. Nichts klappt, alles geht einem auf den Sack und man hat das Gefühl als stünden alle um einen herum unter Strom. Was tun sprach Zeus, die Aggroschiene fahren und in alle Richtungen austeilen oder in sich gehen und einen Ort der Stille finden. Ich denke mal die letztere Variante ist in einem solchen Fall die bessere Alternative. Mein Rezept, dieses Übel am Schopf zu Packen heißt „Fotografie“. Man sollte sich das Chaos um einen herum mal als mächtigen Wirbelsturm betrachten, die Kamera ist der Kompass der einem den Weg durch das Duell der Elemente weist, ich folge ihr blind und lasse mich leiten. Sie führt mich ins Zentrum, an den Ort der gesuchten Stille.Was soll ich sagen, vom inneren aus betrachtet sah die Welt schon viel friedlicher aus und nach längerer Betrachtung war ich wohl derjenige, der den Wind säte und dafür die mächtige Ernte in Form eines Sturms bekam. Ein Gutes hat dieser Trip jedoch gehabt, ich habe das ein …

Botanical Art Teil II

Weil es mir so viel Spaß gemacht hat die letzten Überlebenden des Winters in Szene zu setzen habe ich beschlossen, meine Serie “Botanical – Art“ etwas zu erweitern. Ich startete eine weitere Expedition um wiederum das eine oder andere Highlight in der von der kalten Jahreszeit gebeutelten Natur zu entdecken. Mir fiel es diesmal nicht so schwer etwas passendes aufzuspüren, denn ich wusste ja vom letzten mal worauf ich achten musste. Zusätzlich habe ich meine Festplatte durchstöbert und bin auch dort fündig geworden. Es sind zwar keine winterlichen Motive, aber ich denke sie passen sehr gut in meine Botanische Serie.    

Botanical Art

Der Winter ist nicht unbedingt ein Eldorado für Makrofans, die Natur hält ihren Schönheitsschlaf und fristet ihr tristes Dasein. Ich habe mich trotzdem auf die Suche begeben um zu schauen, ob nicht doch noch was von der artenreichen Vielfalt der Pflanzenwelt überlebt hat. Im Frühjahr oder Sommer ist das kein Problem da sprießt und blüht es an jeder Ecke, aber jetzt, naja üppig ist was anderes. Meine Suche begann auf einer ganz normalen Hunderunde die sich in einem Radius von ca. 1 Kilometer um meine Homebase bewegt. Auf dem ersten Stück war kein Anzeichen eines Erfolgserlebnisses in Aussicht bis ich mich entschloss meine Augen zu öffnen. Am Wegesrand standen trockene Blütenstände vom Mohn, an einer Hecke gab es noch überlebende Hagebutten und auf einer Mauer fand ich sogar die Hülse einer Buchecker, ja wenn das Mal nichts ist. Ich zückte meine Kamera und habe eingefangen was nur ging, ist auf jeden Fall besser als nichts. Zuhause eine Sichtung meiner eingefangenen Schätze und siehe da, das Resultat konnte sich echt sehen lassen.Ich pickte mir meine 10 …

Poppy People

Morgens halb sechs in Deutschland. Als ich meine morgendliche Pipirunde mit meinem Freund Merlin gemacht habe, hab ich diese kleinen unscheinbaren Mohngestalten gesehen. Sie fielen mir sofort ins Auge, weil die noch nicht geöffneten Mohnblüten aussahen als hätten sie Hüte auf. Die Blütenblätter wirkten in ihrer geschlossenen Form wie Gesichter und mir war so, als würden sie mich anstarren. Sie bettelten förmlich nach einem Shooting, was ich dann auch sofort in die Tat umsetzte. Ich nahm meine Kamera, setzte das Makro auf und tauchte ein in ihre kleine Welt. Spätestens jetzt war auch der Zeitpunkt, an dem auch ich alles andere um mich herum ausblendete, ich bin so zusagen ein Teil von diesem fantastischen Ort geworden.(Das hatte was von Gullivers Reisen). Kniend in mitten meiner Models begann ich das Shooting der anderen Art. Der Wind ließ sie sanft vor meiner Linse tanzen und ich konnte nicht mal sagen: hey Jungs, zappelt bitte nicht so rum. Nach guten 20 Minuten hatte ich die Show im Kasten. Als ich wieder in der Senkrechten war musste ich feststellen, …

Outtakes

Es gibt Tage, an denen passt einfach alles.  Man findet auf Anhieb das perfekte Bild, würzt es mit einer Prise Photoshop, das Bauchgefühl sagt „wow…“ und eine neue Kreation im VEB-Style ist geboren. Hin und wieder gibt es aber  auch Tage an denen die  fotografische Ausbeute sehr Bescheiden ausfällt,  man sichtet sie, sucht sich eins aus,  dümpelt bearbeitungstechnisch vor sich hin und kommt auf keinen grünen Zweig. Ich speichere diese Ergebnisse dennoch ab und versuche es zu einem anderem Zeitpunkt noch einmal, denn die Hoffnung stirbt bekanntlich  zuletzt.  Im Laufe der Zeit hat sich  so einiges angesammelt,  sie schlummern in einem eigens dafür angelegten „Outtakes- Ordner“ vor sich hin. Jetzt habe ich mir überlegt die Büchse der Pandora zu öffnen und werde zukünftig  das eine oder andere Outtake präsentieren. Ich lasse euch, oder besser gesagt euren Bauch entscheiden und bin sehr auf eure Meinungen  gespannt. Der Begriff „Outtake“ kommt aus der Filmbranche und bedeutet soviel wie „herausgenommenes Bild“. Viele von euch kennen diese  von Spielfilm DVD´s, es ist  eine kleine Zusammenstellung von fehlgeschlagenen Filmszenen die …